Der Granatapfelbaum (Punica granatum) ist ein recht kleiner Baum mit maximal 5 m Wuchshöhe und mit rotbrauner bis grauer Rinde. Oft wird er auch als Strauch kultiviert. Die Frucht, der Granatapfel, ist apfelförmig und besitzt auch ungefähr die Größe von Äpfeln. Der innere Aufbau der Frucht unterscheidet sich hiervon jedoch deutlich. Der Granatapfelbaum blüht von von Juni bis September. Die Früchte sollten reif gepflückt werden, da sie nicht mehr nachreifen.
Die Früchte des Granatapfelbaums zeichnen sich durch einen hohen Gehalt bioaktiver Inhaltsstoffe aus. Der Granatapfel enthält größere Mengen Flavonoide, Anthocyane, Polyphenole wie Punicalagin, Ellagitannin, Crosmine, Gallussäure oder Ellagsäure mit wichtigen Funktionen für das Zellwachstum, die Zellreifung und die Zellregulation. Er ist reich an Kalium und enthält unter anderem Vitamin C, Kalzium und Eisen.
Die beste Methode, einen Granatapfel zu essen ist übrigens folgende: Eine Schüssel mit Wasser füllen, den Strunk abschneiden und den Granatapfel in der Schüssel aufbrechen. Die essbare Kerne werden zu Boden sinken, während die Schale und die weißen Häutchen auf dem Wasser schwimmen und leicht zu separieren sind.
Standort/Pflege: Das Substrat sollte durchlässig sein. Der Wasserbedarf ist mittel. Der Granatapfelbaum ist recht robust und übersteht auch kurzzeitige Trockenheit. Die Pflanze darf ab Ende März, nach den strengen Frösten und bevor sie neu austreibt, ins Freie. Sie liebt einen hellen, warmen und sonnigen (wirkt sich positiv auf die Fruchtbildung aus) Standort. Während der Wachstumsphase (April bis September) wöchentlich mit Flüssigdünger düngen.
Überwinterung: Im Winter müssen die Pflanzen bei den ersten Frösten eingeräumt werden und in einem dunklen, kühlen Raum bei 2 bis 6° C überwintert werden. Die schwächeren Triebe werden beim Einräumen abgeschnitten, die jungen Triebe aus demselben Jahr um etwa ein Drittel und die langen Zweige gekürzt. Im kühlen Winterquartier sollte die Pflanze nur leicht oder so gut wie gar nicht gegossen werden, um einen zu frühen Austrieb zu verhindern. Treibt der Strauch dennoch im Winterquartier aus, dann empfiehlt es sich, ihn zum Schutz der jungen Triebe erst nach der Frostperiode ins Freie zu stellen.
Umtopfen: In der Regel werden die Pflanzen nur dann umgetopft, wenn der Wurzelballen zu eng in dem Kübel sitzt.